Επιστολή προς Γιάννη Κωνσταντινίδη 15/08
à bord
M.V. “Georgic”
Aug. 15
Dear Yanκο,
Leider war es diesmal unmöglich, Euch wieder zu besuchen, und wie Du siehst, schwimmen wir schon und sind in einigen Tagen in New York. Noch vielen Dank für Euer nettes Geschenk, das Yola brachte. Kosta wollten wir immer noch sehen, aber dann kam die plötzliche Abreise.
Freu’ mich, dass Deine Kinderstücke erscheinen werden. Warum schreibst Du so einen Quatsch, dass Du nie originell und interessant werden wirst? Erstens bist Du es schon, und Du musst eben immer weiter die schon vorhandenen Modernitäten steigern und entwickeln, Konventionalitäten vermeiden und nach Deinem Geschmack Deinen Stil finden!
Es war interessant, was Du sonst von Athen und Italien so berichtest. Ich wäre so gerne gekommen, aber es war unmöglich.
Nach sehr viel Arbeit in Paris hatte ich noch die Möglichkeit, für einige Tage in Berlin zu sein. Es war sentimental, die alten Sachen wiederzusehen. Diesmal fand ich ein paar reizende Freunde. Erinnerst Du Dich noch an meinen Violinlehrer Lambinon oder Dr. Brecher mit seinen zwei Töchtern? Eine verzagt und gut in Paris, verheiratet mit einem Cousin des Schahs … Aber was die Russen dort treiben, würde Dir nicht gefallen; man kann vor Diktatur kaum atmen!
Sonst vergiss Deine Komplexe, Depressionen etc. etc. und rede Dir nicht ein, dass Du der Einzige bist, der Komplikationen auf dieser Welt hat.
Embrasse bien Maman et Kiki.
So oder so, irgendwie sehen wir uns vermutlich bald doch in Athen wieder. Mit Grüssen von Nine!
M.V. “Georgic”
Aug. 15
Dear Yanκο,
Leider war es diesmal unmöglich, Euch wieder zu besuchen, und wie Du siehst, schwimmen wir schon und sind in einigen Tagen in New York. Noch vielen Dank für Euer nettes Geschenk, das Yola brachte. Kosta wollten wir immer noch sehen, aber dann kam die plötzliche Abreise.
Freu’ mich, dass Deine Kinderstücke erscheinen werden. Warum schreibst Du so einen Quatsch, dass Du nie originell und interessant werden wirst? Erstens bist Du es schon, und Du musst eben immer weiter die schon vorhandenen Modernitäten steigern und entwickeln, Konventionalitäten vermeiden und nach Deinem Geschmack Deinen Stil finden!
Es war interessant, was Du sonst von Athen und Italien so berichtest. Ich wäre so gerne gekommen, aber es war unmöglich.
Nach sehr viel Arbeit in Paris hatte ich noch die Möglichkeit, für einige Tage in Berlin zu sein. Es war sentimental, die alten Sachen wiederzusehen. Diesmal fand ich ein paar reizende Freunde. Erinnerst Du Dich noch an meinen Violinlehrer Lambinon oder Dr. Brecher mit seinen zwei Töchtern? Eine verzagt und gut in Paris, verheiratet mit einem Cousin des Schahs … Aber was die Russen dort treiben, würde Dir nicht gefallen; man kann vor Diktatur kaum atmen!
Sonst vergiss Deine Komplexe, Depressionen etc. etc. und rede Dir nicht ein, dass Du der Einzige bist, der Komplikationen auf dieser Welt hat.
Embrasse bien Maman et Kiki.
So oder so, irgendwie sehen wir uns vermutlich bald doch in Athen wieder. Mit Grüssen von Nine!
